Antje Bleck
Antje Bleck


Als Künstlerin bilde ich ab, was ich erfahre und erschaffe etwas Sichtbares. Nicht nur durch Beobachtungen, sondern auch über die Gefühlsebene und besonders in der Kommunikation mit den Elementen der Erde nehme ich die Strömungen der Zeit wahr. Für mich und meine Arbeit ist es immer wichtig eine direkte Berührung mit den Elementen zu erleben. Während des Malens am Wasser, am Meer, einem Bachlauf, im Regen... erfahre ich ein tiefes Gefühl der Verbundenheit und „spüre“ die Geschichte der Erde.

Deshalb tragen meine Bilder in sich die Kräfte der Erde und ihrer Elemente. Sie sind Informationsträger und Impulsgeber. Sie erzeugen im Betrachter eine Emotion. Mein Wunsch ist es, sie mögen die Menschen tief im Herzen berühren und in ihrer geistigen Entwicklung unterstützen.

Die Welt braucht ROT, um in Bewegung zu kommen und GRÜN, um in die Mitte zurückzukehren. Sie braucht BLAU, um Luft zu holen und GELB, um auszuatmen.
Betrachte ich den Mikrokosmos, erkenne und begreife ich auch den Makrokosmos. In der Kommunikation mit der Erde finde ich die Schlüssel zum Verborgenen, in den Farben das Offensichtliche, in meinen Gefühlen während der Arbeit oft Antworten.
Für mich liegt im Erspüren der elementaren Kräfte all das Werkzeug, das ich brauche, um die Schöpfung zu begreifen und im Einklang mit ihr zu leben.

 

Beobachte ich das Zusammenfließen der Elemente, verstehe ich, wie alles ineinandergreift. Langsam aber sicher. Meine größte Muse, seit nun mehr als 20 Jahren, ist die Insel La Palma, eine kleine Insel bestückt mit einem tätigen, aber schlummernden Vulkan, sehr kraftvollen Winden augesetzt, gewachsen auf steiniger, junger Erde mit üppiger Vegetation, thronend inmitten des atlantischen Ozeans. Das Wesen des Wassers ist für mich besonders geheimnisvoll. Es vergeht niemals, verändert stets nur seine Erscheinungsform und findet immer einen Weg. In meiner Malerei versuche ich mir den Charakter des Wassers zu eigen zu machen. Zeichnung und Farbauftrag orientieren sich nach der ureigenen Bewegung und Formgebung, nach der einzigartigen Signatur, die es auf dem Papier hinterlässt. Pinsel und Stifte sind meist nur  Werkzeuge, um die vom Wasser erzählten Geschichten fortzuführen.

Techniken

Ich verwende vorwiegend „Wasserfarben“, kombiniert mit Stiften aller Art (Aquarellfarben, Holzbeizen, Tusche, Tinte, Acrylfarbe, Graphit, Kohle, Kreiden, u.a.), denn ich liebe und bewundere das Eigenleben des Wassers. Mit diesen Materialien habe ich verschiedene Mischtechniken erprobt und entwickelt. Sehr oft wird das bemalte Papier von einem Gewässer in freier Natur überspült und anschließend weiter bearbeitet. Auch male ich gern mit den Fingern, weil mich die Sinnlichkeit der Farbe und die Nähe zu der erdigen Materie Papier fasziniert.